Startseite
Wo trifft man einen Fengshui-Meister?

Die Frage könnte man leichter beantworten wenn Fengshui-Meister allerorten zu finden wären. Aber eben das ist das Problem - sie sind ziemlich selten! Würde man Marc Lim fragen, wo man ihn am ehesten treffen könnte, so würde er lachend antworten "Fliege mit British Airways!", denn in einem ihrer Flieger sitzt er meistens.
Im letzten Jahr saß er 76mal in solch einem - kein anderer Platz an dem er häufiger war. Längst aber ist die Zeit vorbei, in der er es faszinierend fand um die Welt zu reisen. Als ich Marc fragte, wo ich ihn in den nächsten drei Wochen am besten erreichen könnte antwortete er: "Bis Mitte nächster Woche bin ich in London, dann zwei Tage in Beijing, drei Tage in Singapur, die Woche danach bin ich in Sydney..., wähl einfach eines meiner "Mobiles" (handies)!" In seinem Rucksack trägt er nämlich nicht eines sondern gleich vier Handies mit sich: eins für Asien, eins für Europa, eines für die USA und eins für Australien.
Da er das Reisen längst nicht mehr so interessant findet hat sich Marc nach längerer Überzeugungsarbeit meinerseits entschlossen, Fengshui zu unterrichten und als sein Schüler kann ich berichten, daß er ein großartiger Lehrer seines Fachs ist.

In den letzten Jahren suchte ich nach solch einem Lehrer und manche Kursleiter zum Thema Fengshui antworteten auf meine Frage, wie man einen solchen findet, frustrierend: "Es gibt weltweit gerade eine Handvoll, die unterrichten und wenn, dann sind sie unbezahlbar!" Nun mag der Leser fragen, wie ich denn an Marc Lim, einen der Großen, gekommen bin. Die Antwort ist einfach und typisch chinesisch: mit Glück und hervorragenden chinesischen Beziehungen. Wenn man in China "Mitglied der Familie" geworden ist erfährt man sich im Laufe der Zeit als Teil eines wunderbaren riesigen Netzwerkes. Zu Meister Lim kam ich z.B. durch den Ehemann unserer Wushan International Mitarbeiterin in Hangzhou, Frau Gong. Deren Mann besuchte mich vor einiger Zeit in Aachen, nicht zuletzt auch, weil er eine Wagenpanne hatte.
Nach dem dritten Lungjing-Tee und emsiger Plauderei erzählte ich ihm davon, daß ich für die Wushan und auch mich einen Fengshui-Crack zu suchte, dies aber unmöglich schien. Herr Yao, Frau Gongs Mann, grinste und berichtete mir, daß er neulich einen eben solchen kennengelernt habe, als er geschäftlich in London war. Er werde ihn anrufen und von mir berichten. Wochen später rief mich Herr Yao an, er habe mit Marc Lim gesprochen und dürfe mir seine Fax-Nummer geben. Ich kürze an dieser Stelle das für Chinesen übliche Hin und Her ab und fahre an der Stelle fort, als ich Marc das erste Mal traf.

Vor mir sitzt ein Mann, der nicht wie der weise alte chinesische Gelehrte ausschaut:
Modisch salopp gekleidet wirkt er mit seinen langen schwarzen Haaren wie ein jugendlicher Yuppie oder Student "aus gutem Hause". Erst später erfahre ich, daß er 54 Jahre alt ist - unglaublich bei seiner jugendlichen Erscheinung. Und wir sitzen nicht in einem chinesischen Teehaus, sondern in Bill Wyman`s (ja genau, der alte Bassist der Rolling Stones!) "Sticky Fingers"-Restaurant in London. Wir sitzen dort um erste Gespräche zu führen, vor allem aber auch weil Marc mich prüfen will, ob es gutes Fengshui ist, mit mir als Schüler und kooperierend zusammenzuarbeiten.
Während er genüßlich seinen Hauptgang verzehrt betrachtet er mein Gesicht und erzählt mir so nebenbei meine Vergangenheit und ich habe das Gefühl in der Unterhose vor ihm zu sitzen. Er liest meine Biographie aus dem Gesicht wie andere die Tageszeitung. "Auch das ist Fengshui!" bemerkt er lächelnd. Er ist ein faszinierender Lehrer und lehrt unterhaltsam. Kein Wunder denn er weiß durch seine Praxis tausendundeine Anekdote zu berichten, rezitiert brilliant Shakespeare ebenso wie klassische chinesische Gedichte. Während ich nachrechne, wie teuer das gerade verzehrte Steak in DM ist, klingelt Marcs Handy. Er wird dringend übermorgen nach Singapur gerufen, da dort ein Kunde eine Bank kaufen will und Marcs Fengshui braucht.

Marcs klassische Fengshui-Schulung begann während seiner Kindheit. Seine Mutter war eine Meisterin ihres Fachs. Später lernte er von verschiedenen Meistern durchweg alle Schulen des Fengshui bis hin zur tibetanischen "Black Hat"-Tradition. Während unseres Gesprächs frage ich ihn, ob der Preis einer Fengshui-Beratung oder -Schulung denn nicht ein wenig zu hoch sei, als ich erfahre, wie denn so die Preise im Schnitt sind. Er lacht. "Gemessen an der Lebens- und nicht zuletzt auch Einkommensverbesserung durch Fengshui ist der Preis ein Witz! Was sind 250.000 für einen Banker, den ich vor einem Verlust von Millionen bewahre oder dem ich einen Gewinn von einigen Millionen ermöhgliche? Was ist der einmalige Monatsertrag eines Geschäftes im Verhältnis zu einer alsbaldigen langwährenden Vervielfachung?"
Später erfahre ich, daß Marc seit vielen Jahren sozial engagiert ist, Verarmte und Obdachlose unterstützt und derzeit dem Dalai Lama bei der Finanzierung eines neuen Tempels behilflich ist.

Text und Copyright © 2002 Paul Shoju Schwerdt

 

Fortbildung an der WIA
Qigong-Intensiv
Qigong-Ausbildung
Taijiquan-Lehrer/in

Wochenend und wochentags
Workshops
Kurse in Aachen

Informationen und Artikel über
Taijiquan
Qigong
Meditation
Heilkunst
Tuschemalerei

Wer mehr schmökern will...
Bibliothek
Buchladen

Transparenz und Kontakte
Wir über uns
Gästebuch
Neuigkeiten
Links
Ihr Kontakt zu uns